MIRJAM DAPHNE WEIßBacher

 Die künstlerische Arbeit von Mirjam Daphne Weißbacher verortet sich in inneren Bildern zu naiver Phantasie . Das sinnliche Schaffen hat früh eine performative Ausdrucksweise angenommen, das Intuitive erweist sich als stete Formvorgabe . Vor allem audiovisuelle Medien werden verwendet, Schauspiel erscheint als gangbare Lebensweise .

 

Neben der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen ermöglicht es eine menschliche Selbstbetrachtung, und zum Selbstzweck wird die Darstellung, da sie das eigene Dasein ergründet und an den Erfahrungshorizont gebracht wird, was scheinbar nicht wahrgenommen werden darf, kann und soll. Die künstlerischen Fragestellungen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen dem Gewicht, das jede Position trägt, und dem Innewohnen allen Freiseins auf die Reminiszenz eigenen schöpferischen Potenzials hin . Animistisch begründet strebt ihr Denken Inklusion an, und will den Versuch einer natürlichen Lebensweise unternehmen .

 

Ihre künstlerische Arbeit tritt oftmals politisch auf, das Politische erweist sich dabei als künstlerisch (vgl. Andrea Habith ) . Eigenwilligkeit scheint beschieden, und vermeintlich pädagogische Ansätze bedeuten wesentlich eine Umarmung alles Existenten . Das Interesse am menschlichen Zusammenleben lässt relationale Annahmen entstehen - vieles in ihrer Arbeit sucht nach konstruktiver Beantwortung durch das Kollektiv . Fragt man ihren Mitbewohner, sie lebt den Traum . 

MIRJAM DAPHNE WEIßBACHER als MEPHISTO in FAUST (digitale Premiere Frühsommer 21)